
© dan taylor
Ein Trend der letzten Jahre im Bereich Innenarchitektur und Wohnung einrichten ist der Minimalismus. Man kennt ihn schon seit längerem aus teuren Hotels, wo er meistens jedoch schlicht aus Kostengründen verwendet wird, oder in Luxus-Apartments. Denn im Kern ist der Minimalismus einfach, kommt mit wenigen Möbeln aus und setzt eher auf große Freiräume und viele Freiflächen. In letzter Zeit hat sich dieser Stil auch abseits der Schönen und Reichen etabliert, nämlich bei den Leuten, die relativ preiswert ihre Wohnung einrichten möchten.
So findet man auch in schicken kleinen Wohnungen den minimalistischen Stil wieder: Der Wohnraum wird auf das Wesentliche reduziert, unnötige und selten gebrauchte Gegenstände verstaut (oder gleich weggeworfen). Dies hat zwei Vorteile: Zum einen vergrößert man die gefühlte und auch die tatsächliche Wohnfläche, die man zu Verfügung hat, da die Anzahl an Möbeln, Bildern, Souvenirs etc. geringer ist. Zum anderen hat der Minimalismus aber auch eine Art spirituellen Effekt: Man konzentriert sich nur auf die Dinge, die einem wichtig sind, und lässt alles andere außen vor. Statt also hunderte Bücher im Regal offen stehen zu haben, wählt man nur seine Lieblingsbücher aus und trennt sich von dem Rest. Das befreit und macht gleichzeitig den persönlichen Wert dieser wenigen Gegenstände deutlich.


